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Holzspalter selber bauen

Holzspalter selber bauen – Do it yourself!

holzspalter testNicht nur die kalte Jahreszeit verlockt dazu, ein prasselndes Kaminfeuer zu entfachen, auch an kälteren Sommertagen ist es vielfach angesagt, Gemütlichkeit per Kamin ganz groß zu schreiben. Aber auch der innovativste Kamin kommt nicht ohne das entsprechende Kaminholz aus.

Egal nun, ob Buche oder Esche verbrannt werden, das Holz muss erst einmal gespalten werden, und jetzt sind wir an dem Punkt, wo der Holzspalter Test greift. Aber manchmal kann es auch ganz anders kommen als gedacht, denn es gibt die unterschiedlichsten Gründe, es einmal mit der Do-it-yourself-Methode zu versuchen.

Aber ist diese vermeintlich erste Wahl die beste? Sie ist sicher nicht immer die schlechteste, wenn ein paar grundlegende „Bausteine“ beachtet werden, aber sie ist weit entfernt von der perfekten Lösung. Was möchtest Du also, Perfektionismus oder Pfusch? Nun, so radikal ist die Sache sicherlich auch nicht zu betrachten. Denn bei uns steht ein wenig Provokation auf der Agenda. Dennoch wagen wir uns heute an das Thema: Holzspalter selber bauen.

Für & Wider – Holzspalter selber bauen

Einen Holzspalter selber bauen bedeutet mehr, als nur eine Bauanleitung zu studieren. Hier ist Dein „Erfindergeist“, Präzision und Perfektionismus gefragt, wobei dann aber immer noch die Frage im Raum steht:

  • Lohnt sich dieser ganze Aufwand überhaupt?

Diese Frage musst Du Dir ganz alleine beantworten, wir geben lediglich ein paar Bedenken in die Runde. Der Holzspalter Marke Eigenbau überzeugt sicherlich nicht denjenigen, der auf absolute Professionalität setzt, aber:

  • Kann er als preiswerte Alternative gehandelt werden?

Was brauchen wir also, um bald einen Holzspalter Eigenbau im heimischen Keller stehen zu haben? Primär ist es meistens der Preis, der dazu verleitet, es doch einmal mit dem Eigenbau zu versuchen. Wer regelmäßig größere Mengen an Kaminholz benötigt, ist froh, ein solches Hilfsmittel zu besitzen. Denn er ist nicht nur zeitsparend, sondern schont auch die eigenen Kräfte immens.

Bei dem ganzen Procedere steht nur eine Frage ständig im Raum:

  • Wie sinnvoll ist es, wenn sich ein Laie an ein solches Vorhaben heranwagt?

Diese Frage musst Du Dir ganz alleine beantworten, denn wir kennen Deine Fähigkeiten nicht.

Es kann losgehen…

Außer dem gebündelten Wissen sind noch ein paar andere Parameter von entscheidender Bedeutung. So steht die Berechnung der benötigten Hydraulikelemente ganz oben auf der Agenda.

Auch die Geschicklichkeit des Hobbybastlers ist gefragt, denn nicht nur Schrauben ist an der Tagesordnung. Auch das Schweißen und Drehen sind Techniken, die neben den bereits erwähnten Hydraulikkenntnissen beherrscht werden wollen.

Ein nicht zu unterschätzender Aspekt ist sicherlich der, welcher die Sicherheit ins Visier nimmt. Denn da bei einem Holzspalter große Kräfte freigesetzt werden, hat der Sicherheitsstandard oberste Priorität. Leider waren in der Vergangenheit durch unsachgemäßen Zusammenbau und waghalsige Arbeitsweise schon des öfteren tödliche Unfälle zu beklagen.

Einen Holzspalter in Eigenbau zu realisieren ist also kein Kinderspiel und bedarf schon einer konkreten und präzisen Vorgehensweise. Fruchten alle Warnhinweise nicht und der Hobbyhandwerker ist fest entschlossen, seinen Holzspalter selber zu bauen, erwartet ihn eine lange Materialliste.

  • Was brauchen wir also, um eventuell einen selbstgebauten Holzspalter im heimischen Keller stehen zu haben?

Man nehme…

erst einmal das Grundgerüst, welches durch einen Doppel-T-Träger zu bewerkstelligen wäre. Sowie ein Hydraulikzylinder. Hier kann eventuell auf ein ausgemustertes Bauteil aus einem Hochofen zurückgegriffen werden, welches über einen Durchmesser von 10 cm und einen Hub von 40 cm verfügt.

Des Weiteren wird ein separates Hydraulikaggregat benötigt, welches aber auch durch Marke Eigenbau realisiert werden kann. Dazu wird ein Elektromotor, eine Hydraulikpumpe und ein Hydrauliköltank benötigt, um es zusammenzusetzen.

Der Elektromotor sollte über eine Leistung von 9 kW sowie 1400 Umdrehungen pro Minute verfügen und die Hydraulikpumpe mit 19 ccm pro Umdrehung dabei sein. Nun führt eine simple Rechenaufgabe, „hoffentlich“ zum gewünschten Ergebnis. Denn wenn das Steuerventil 210 Bar anzeigt, ergibt sich beim Holzspalter eine Kraft von ca. 15 Tonnen. Und das wenn das hydraulische Steuerventil bis zu 400 Bar belastet wird und einen Durchfluss von 70 Litern pro Minute erreicht.

Dabei sind 15 Tonnen aber nicht das Nonplusultra. Sondern sie reichen aus, um dünne Stämme zu spalten, die gerade gewachsen sind. Bei dickeren Stämmen, die keinen geraden Wuchs haben und auch noch über Äste verfügen, muss der Holzspalter Eigenbau passen.

Hier schließt sich der Kreis, denn es wiederholt sich die Frage, ob es wirklich sinnvoll ist, einen Holzspalter selber bauen zu wollen. Zumal erhebliche finanzielle Mittel und ein gewisses Zeitpotenzial zu investieren sind.

Es ist sinnvoll, den Führungsschlitten des Spaltkeiles von oben sowie von unten mit Kunststoffplatten zu unterlegen, da sie kaum abnutzen und viele Jahre gebrauchsfähig sind. Wer immer noch auf das Argument Holzspalter selber bauen setzt, dem sei gesagt, dass ohne ausreichend dimensionierte Hydraulikteile, wie Hydraulikzylinder- und -pumpe, nicht viel läuft. Und eine falsche Auswahl unter Umständen mit einem erneuten Kauf verbunden ist.

Learning by doing, oder lieber doch nicht?

Der Tenor geht also in Richtung gekaufter Holzspalter, wenn regelmäßig große Mengen an Holz verarbeitet werden müssen. Der Bezug auf die eigene Sicherheit sei nur am Rande hier nochmals erwähnt.

Wer dagegen mehr an kuschelige Abende vor dem Kamin denkt und dazu überwiegend dünne Stämme benötigt, sollte lieber auf die Kettensäge oder die Axt setzen. Denn hier steht die Zeitersparnis und auch die finanzielle Entlastung im Mittelpunkt.

Wer nun aber unbedingt auf das selber bauen besteht, dem kann hier geholfen werden, denn auch ein einfaches Hilfsmittel kann gute Dienste leisten. Die Rede ist hier von einem eigenen Sägebock aus Fichte oder Buche, der in puncto Spalten von Kaminholz hilft und das Projekt, Holzspalter selber bauen, leicht in den Schatten stellt.

Es gibt also einige Gründe, es einmal mit dem Thema Holzspalter selber bauen, zu versuchen. Genauso viele sprechen aber auch dagegen und begründen, warum sich ein Do-it-yourself-Projekt in der Regel nicht lohnt und Pro und Kontra sich im Wege stehen.

Diese 5 Gründe sollen an dieser Stelle verdeutlicht werden…

5 Gründe, die Dir Deine Entscheidung erleichtern

Zum Einen steht die Frage nach dem Know-How zum Holzspalter selber bauen im Raum. Besitzt Du das nötige Know-How?

Verfügst Du beispielsweise über ein Elektro-Schweißgerät oder ein Schutzgasschweißgerät MIG/WIG? Aber es geht weiter, und die Liste ist lang, denn auch Kleinwerkzeug und Winkelschleifer Groß und Klein werden benötigt. Von Vorteil wäre es auch, wenn Du eine Berechnung der Hydraulik-Komponenten und eine statische Berechnung des Grundrahmens nicht ausschließt.

Unfallverhütung nicht außer Acht lassen

Es ist immer von Vorteil, mehr zu wissen als Andere, deshalb sind Grundkenntnisse im Metallbau sowie eine Schweißerlaubnis sicher nicht von Nachteil. Auch weitere Bausteine, wie Unfallverhütung und Arbeitsschutz, müssen Beachtung finden.

Moderne, industriell hergestellte Holzspalter entsprechen den aktuellen Unfallverhütungsvorschriften. Kann diese Problematik auch von Dir mit einem eindeutigen „Ja“ beantwortet werden? Wenn „Nein“, lass lieber die Finger von der Thematik „Holzspalter selber bauen“.

Kosten richtig einschätzen

Punkt 3 sind die eventuell zu hohen Kosten, denn Holzspalter selber bauen, heißt nicht, Holzspalter billig bauen. Hydraulikpumpe, Steuergerät und Drillkegel haben schon ihren Preis, und schnell summieren sich die reinen Materialkosten schon mal auf ca. 1600 €.

Billig sieht anders aus, nicht wahr? Und, was ist mit der eigenen Arbeitszeit? Leider wird sie nicht gerecht entlohnt. Aber eine Fragestellung rückt dennoch vermehrt in den Fokus, denn Man(n) muss schon wissen, was er will. Will der Hobbymann nach der Büroarbeit Holzspalten zum Ausgleich oder will er die entsprechende Maschine bauen? Oder vielleicht beides?

Nun, es steht im Mittelpunkt, ob das Holzspalten dem täglichen Broterwerb dient oder als Hobby wahrgenommen wird. Im ersteren Fall kann die Zeit des Holzspalter selber bauens schon gut mit der Spaltung größerer Mengen an Brennholz gefüllt werden. Eine kleine Rechenaufgabe, mit einer großen Wirkung.

Last but not least muss noch die Frage erlaubt sein, ob der selbstgebaute Holzspalter auch wirklich tadellos funktioniert. Das weiß man sicherlich erst nach der Fertigstellung. Aber es kann gut sein, dass alle Mühe völlig umsonst war – der Tag der Erleuchtung kommt also mit Sicherheit!

Fazit zum Holzspalter selber bauen

Was ist also zusammenfassend zu sagen oder zu ergänzen? Beim Projekt Holzspalter selber bauen muss ein Puzzle-Teil in das andere greifen. Geschieht dies nicht, kann es schon einmal vorkommen, das integrierte Hydraulikpumpen eine zu geringe Förderleistung zeigen oder zu schwache Elektromotoren verwendet werden.

Es ist also in jedem Fall ein Vabanque-Spiel, dem Du Dich aussetzt. Willst Du das wirklich durchziehen oder soll nur ein neues Hobby den Feierabend etwas „versüßen“? In diesem Fall solltest Du Dich für die „fertige“ Variante entscheiden, die in vielerlei Variationen angeboten wird.

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